Philips 24B2G5301 im Test – Günstiger Office-Monitor mit Docking

Mit dem Philips 24B2G5301 richtet sich der niederländische Hersteller primär an umweltbewusste Büroanwender, welche eine kompakte USB-C-Dockingstation mit Laptop-Aufladung, LAN-Anschluss und KVM-Switch in einem 24-Zoll-Monitor suchen.

Philips setzt bei diesem Modell stark auf das Thema Nachhaltigkeit: 85 % recycelter Kunststoff, Verpackung aus FSC-zertifiziertem Karton und eine kompostierbare Kapok-Schutzhülle statt Styropor. Klingt überzeugend. Ob die Bildqualität mit dem grünen Gewissen mithalten kann, haben wir in unserem Testlabor überprüft.

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Kurz & knapp: Unser Testfazit

Der Philips 24B2G5301 ist in erster Linie eine USB-C-Dockingstation mit Monitor. 100W Power Delivery, RJ45-LAN, KVM-Switch und vier USB-A-Ports für rund 190 Euro sind ein faires Gesamtpaket. Auch das Nachhaltigkeitskonzept mit recyceltem Aluminium und plastikfreier Verpackung überzeugt. Die Bildqualität ist für den Einsatz im Büro solide. Wir vergeben die Endnote „gut (2,3)“. Erfahre mehr über unser Testlabor

Vorteile

  • +USB-C mit 100W Power Delivery
  • +100 Hz statt 60 Hz
  • +RJ45-LAN-Anschluss integriert
  • +Smart KVM-Switch
  • +PowerSensor 2 und LightSensor
  • +Volle Ergonomie inkl. Pivot
  • +Lautsprecher und Headset-Halter
  • +Eyesafe zertifiziert (Blaulichtschutz, Farbtreue)
  • +Nachhaltiges Gehäuse und Verpackung
  • +Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • +Kontrastrate mit 1.179:1 sehr solide, aber unter Herstellerangabe von 1.500:1

Nachteile

  • Input Lag 34,2 ms bei 60 Hz mangelhaft
  • Dimmbarkeit von 67,3 cd/m² relativ hoch

Philips 24B2G5301 Testsiegel Bildschirm.de

 

 

Technische Eigenschaften

Das Display des Philips 24B2G5301 misst wie bereits erwähnt 23,8 Zoll in der Bildschirmdiagonale und setzt auf ein IPS-Panel mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln (Full HD). Hierbei beträgt die maximale Bildwiederholfrequenz 100 Hz wobei Adaptive Sync unterstützt wird. Im Datenblatt gibt Philips eine Panel-Reaktionszeit von 4 ms (GtG) und eine Helligkeit von 300 cd/m² an.

Philips 24B2G5301 VerpackungWas den Philips 24B2G5301 von anderen Monitoren in dieser Preisklasse abhebt, ist die integrierte USB-C-Dockingstation. Der USB-C-Anschluss liefert bis zu 100 Watt Power Delivery und dient gleichzeitig als Videosignal-Eingang. Dazu kommt ein RJ45-LAN-Anschluss, über den Laptops ohne eigenen Ethernet-Port eine kabelgebundene Netzwerkverbindung nutzen können. In Kombination mit dem Smart KVM-Switch, welcher das Umschalten zwischen zwei angeschlossenen Rechnern ermöglicht, wird der Monitor zu einer vollwertigen Dockingstation.

Philips hat den Monitor zudem mit zahlreichen Stromspar-Funktionen ausgestattet. Der sogenannte PowerSensor 2 erkennt über einen Infrarot-Sensor, ob sich ein Nutzer vor dem Bildschirm befindet und dimmt das Panel bei Abwesenheit automatisch. Dazu passt der LightSensor die Helligkeit an die Umgebungsbeleuchtung an. Beide Funktionen zusammen sollen laut Philips den Stromverbrauch um bis zu 70 % senken können.

Philips 24B2G5301 Foto während unseres Tests

 

Design und Verarbeitung

Philips 24B2G5301 Design 01
Frontale Ansicht des Philips 24B2G5301

Beim Philips 24B2G5301 hat der Hersteller sich auf ein schlichtes, aber dennoch ansprechendes Design entschieden. Die Kombination aus schwarzem Monitorgehäuse und silbernem Standfuß wirkt unaufdringlich, professionell und bürotauglich. Auch das Branding ist mit dem Philips-Logo am unteren Displayrand subtil gehalten, was uns während des Tests sehr gefallen hat. Der Monitor wirkt nicht billig oder schlecht verarbeitet und macht für seine Preisklasse einen qualitativ guten Eindruck.

Das Display ist matt beschichtet, was Spiegelungen in hellen Büroumgebungen effektiv reduziert. Die Rahmenlos-Optik ist bei einem Office-Monitor dieser Preisklasse nicht immer eine Selbstverständlichkeit und sorgt für ein modernes Erscheinungsbild. Positiv aufgefallen ist uns zudem der ausklappbare Headset-Halter am linken Monitorrahmen, eine praktische Ergänzung für Homeoffice-Nutzer und Videokonferenzen.

Erwähnenswert ist außerdem die Verpackung: Philips verzichtet komplett auf Styropor und setzt stattdessen auf FSC-zertifierten Karton und eine kompostierbare Schutzhülle aus Kapok-Fasern. Das Gehäuse selbst besteht laut Philips zu 85 % aus recyceltem Kunststoff und enthält 5 % sogenanntes Ocean-Bound Plastic. Auch der Standfuß soll aus recyceltem Aluminium bestehen. Ob man das als echtes Nachhaltigkeits-Engagement oder als Marketing-Maßnahme bewertet, muss jeder für sich entscheiden. Der Versuch ist auf alle Fälle lobenswert. Zudem muss man sich nicht mit nervigen Styropor-Körnern auf dem Display ärgern.

Mit einem Gewicht von knapp 4 kg ohne Standfuß/Standbein ist der Monitor leicht und lässt sich problemlos auf dem Schreibtisch neu positionieren. Der Standfuß selbst ist stabil und bietet auch ohne verschraubte Befestigung ausreichend Halt, wobei wir ausdrücklich die Verarbeitung loben müssen.

 

Ergonomie

Die Ergonomie des Philips 24B2G5301 ist für einen Business-Monitor dieser Preisklasse sehr gut.

Alle gängigen Verstellmöglichkeiten sind vorhanden:

  • Höhenverstellung: bis zu 150 mm
  • Neigung (Tilt): -5° bis +35°
  • Drehung (Swivel): ±180°
  • Pivot: ±90°
  • VESA 100×100 mm

Allerdings haben wir einen kleinen Kritikpunkt bei den Gelenken des Standfußes: Die ergonomischen Verstellungen haben keinen spürbaren Rastpunkt. Der Monitor lässt sich zwar leichtgängig verstellen, rutscht dadurch aber auch leicht aus der gewünschten Position. Somit war es etwas mühsam den Monitor gerade und exakt horizontal auszurichten, weil die fehlende Arretierung kein klares Feedback gibt, ob man die gewünschte Position erreicht hat.

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Motion Blur (Praxis-Test)

Philips 24B2G5301 Motion Blur
Eine klare Schlierenbildung ist zu erkennen

Den Motion-Blur-Test haben wir mit Testufo.com bei der maximalen nativen Bildwiederholfrequenz von 100 Hz durchgeführt.

Wie zu erwarten fällt hier das Ergebnis eher gemischt aus. Bei schnellen Bildbewegungen treten sichtbare Schlieren sowie leichtes Inverse Ghosting auf, was auf eine hohe Overdrive-Einstellung von Werk aus hinweist.

Ehrlicherweise muss man auch erwähnen, dass diese Reaktionszeit absolut für Office-Anwendungen, Textverarbeitung oder sonstige Büroarbeiten ausreicht. Selbst gelegentliches Gaming ist mit dieser Reaktionszeit möglich, mit einem Einsteiger-Gaming-Monitor ist man natürlich trotzdem besser bedient. Vergleichsweise schneidet der Philips 24B2G5301 dank der höheren Bildwiederholfrequenz von 100 Hz aber minimal besser als der EIZO FlexScan EV2410R ab, welcher mit 60 Hz arbeitet.

 

Input Lag

Messwert (Nativ)Test-Verfahren / SetupUnsere MessungBewertung
Input Lag (60 Hz)Leo Bodnar 34,2 msMangelhaft

Den Input Lag des Philips 24B2G5301 haben wir bei 60 Hz und aktiviertem V-Sync mit unserem Leo-Bodnar-Messgerät am mittleren Messpunkt des Displays ermittelt. Mit einem Input Lag von 34,2 ms fällt das Ergebnis „mangelhaft“ aus und liegt am unteren Ende unserer Bewertungsskala.

Zum Vergleich: Der EIZO FlexScan EV2410R erreicht bei 60 Hz einen Input Lag von 10,0 ms und liegt damit deutlich unter dem Philips 24B2G5301. Auch andere Office-Monitore in unserer Messwerte-Datenbank wie beispielsweise der MSI PRO MP271QP (29,9 ms) oder der MSI PRO MP341CQW (8,5 ms) schneiden besser ab.

Zugegebenermaßen muss man sagen, dass ein Input Lag von 34,2 ms bei Office-Anwendungen mit Textverarbeitung oder E-Mails absolut kein Problem darstellt, zum Spielen oder für latenzempfindliche Anwendungen ist der Philips 24B2G5301 allerdings nicht geeignet.

 

Bildqualität

 

Kontrastrate

Messwert (Nativ)HerstellerangabeUnsere MessungDifferenz
Kontrastrate1.500:11.179:1-21,4 %

Getestetes Modell OLED IPS VA

OLED-Monitore haben eine theoretisch unendliche Kontrastrate (∞:1). Zur Darstellung wurde ein Platzhalter von 10.000:1 verwendet.

Philips 24B2G5301 KontrastrateDie Kontrastrate des 24B2G5301 wird von Philips mit 1.500:1, einem ziemlich hohen Wert für ein IPS-Panel beworben. Wir konnten nach ausreichender Warmlaufzeit bei Werkseinstellungen (Deaktiviert: PowerSensor 2, LightSensor; Aktiv: DPS), eine maximale Kontrastrate von 1.179:1 messen. Dies ist für ein IPS-Panel ein guter Wert, Panel-lübergreifend ist er aber knapp befriedigend, weshalb wir der Kontrastrate insgesamt eine gute Bewertung geben können. Zwar liegt die Kontrastrate von 1.179:1 ca. 21 % unter der Herstellerangabe, sie ist für einen Business-Monitor dieser Preisklasse aber nicht schlecht. Somit liegt der Philips 24B2G5301 nur knapp unter dem EIZO FlexScan EV2410R (1.219:1), einem vergleichbaren Office-Modell. Für den normalen Bürogebrauch ist diese Kontrastrate absolut ausreichend und im guten Bereich.

Transparenzhinweis: Unsere initiale Messung der Kontrastrate hat einen deutlich schlechteren Wert von 870:1 ergeben, welcher auf eine nicht ausreichende Warmlaufzeit zurückzuführen ist und somit das Ergebnis beeinflusst hat. Wir haben nach mehrmaligem Messen nun einen deutlich besseren Maximalwert von 1.179:1 erreichen können und dementsprechend die Bewertung des Philips 24B2G5301 angepasst.

 

Helligkeit (SDR)

Messwert (SDR)HerstellerangabeUnsere MessungDifferenz
Max. Helligkeit300 cd/m²295,9 cd/m²-1,4 %
Min. Helligkeit-67,3 cd/m²-

Max. Helligkeit (SDR)

Getestetes Modell OLED IPS VA

 

Min. Helligkeit (SDR)

Getestetes Modell OLED IPS VA

Für die Messung der Helligkeit haben wir den Datacolor SpyderX Elite verwendet. Mit 295,9 cd/m² liegt der Philips 24B2G5301 sehr nah an der Herstellerangabe von 300 cd/m². Die Abweichung von nur 1,4 % ist innerhalb der normalen Messtoleranzen und damit in Ordnung. Dieser maximale Helligkeitswert reicht für typische Büroumgebungen absolut aus, allerdings könnte es in sehr hellen Räumen mit direktem Sonnenlicht etwas eng werden.

Die von uns gemessene Minimalhelligkeit des Philips 24B2G5301 von 67,3 cd/m² ist relativ hoch. Wer Nachts oder in sehr dunklen Räumen arbeitet, wird sich wahrscheinlich einen Monitor mit einer besseren Dimmbarkeit wünschen. Der EIZO FlexScan EV2410R lässt sich beispielsweise auf 0,7 cd/m² dimmen, was in einer völlig anderen Liga spielt. Andere Office-Monitore in unserer Datenbank wie der MSI PRO MP271QP (37 cd/m²) bieten ebenfalls eine deutlich niedrigere Dimmbarkeit.

 

Bildhomogenität

Messkategorie (120 cd/​m²)DurchschnittMax. AbweichungBewertung
Helligkeitsuniformität~8,7 %14 %Befriedigend
Farbuniformität (ΔE)~0,91,9Sehr gut
Philips 24B2G5301 Luminanzuniformität
Luminanzhomogenität des Philips 24B2G5301: Die linke Seite zeigt mit 14% die größte Abweichung
Philips 24B2G5301 Bildhomogenität
Farbhomogenität (ΔE) des Philips 24B2G5301: Insgesamt akzeptabel, mit maximaler Abweichung von 1,9 ΔE in der oberen linken Ecke

Für die Messung der Bildhomogenität haben wir bei einer kalibrierten Helligkeit von 120 cd/m² den Datacolor SpyderX Elite verwendet. Die maximale Luminanzabweichung auf der linken Seite des Displays ist mit 14 % etwas hoch, aber noch im ausreichenden Bereich. Da der Durchschnittswert aber bei ~8,7 % liegt, befindet sich der Philips 24B2G5301 nach unserem Bewertungsschema für die Luminanzuniformität im befriedigenden Bereich und ist fürs Büro vollkommen ausreichend. Als Beispiel: Luminanzabweichungen nimmt das menschliche Auge ab ca. 10 % wahr.

Philips 24B2G5301 Bildhomogenität Messung Foto aus dem Labor
Philips 24B2G5301 Foto während unseres Tests

 

Blickwinkel

Die Blickwinkel des Philips 24B2G5301 sind dank IPS-Panel mit 178° sowohl horizontal als auch vertikal sehr gut. In unserem Praxistest bei einem Blickwinkel von 60° konnten wir nur minimale Farbabweichungen und leichte Farbtemperaturveränderungen feststellen. Für einen Office-Monitor, an dem man in der Regel frontal sitzt, ist das vollkommen ausreichend.

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Ausleuchtung

Die Ausleuchtung bei Schwarzbild fällt beim Philips 24B2G5301 befriedigend aus. Aus technischen Gründen, welche auf das IPS-Panel zurückzuführen sind, tritt bei Schwarzbild sogenannter IPS-Glow auf. Lichthöfe waren bei unserem Testmodell insbesondere in der oberen rechten Bildschirmecke erkennbar.

Philips 24B2G5301 Ausleuchtung Schwarzbild Test
Foto bei Schwarzbild. Ausgeprägter IPS-Glow-Effekt mit Lichthöfen am rechten Displayrand

Zwar ist das für den alltäglichen Office-Einsatz mit vorwiegend hellen Hintergründen kein relevantes Problem. Wer den Philips 24B2G5301 aber abends oder in einem dunklen Raum für das Anschauen von Filmen oder für Bildbearbeitung nutzt, wird die Ungleichmäßigkeiten in der Ausleuchtung erkennen.

 

Skalierung

Der Philips 24B2G5301 hat eine native Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080). Bei einer Bildschirmdiagonale von 23,8 Zoll ergibt sich eine Pixeldichte von ca. 93 PPI, was für den typischen Betrachtungsabstand an einem Schreibtisch ausreichend scharf ist. Texte sind klar lesbar und Kanten erscheinen sauber.

Philips 24B2G5301 Skalierung 1080p
1080p (nativ)
Philips 24B2G5301 Skalierung 2160p 4K
Grafik mit 2160p

Wir haben zusätzlich getestet, wie der Monitor 4K-Inhalte darstellt. Eine 4K-Grafik wurde ausreichend scharf wiedergegeben. Beim Streifentest wurden die feinen Abstände allerdings nicht mehr aufgelöst, sondern als ein zusammenhängender Block dargestellt. Schachbrettmuster in den Größen 4px, 8px und 16px waren hingegen scharf und klar erkennbar.

 

Farbraumabdeckung

Messwert (Nativ)HerstellerangabeUnsere MessungMessung nach Kalibrierung
sRGB-95 %94,7 %
DCI-P3-76,2 %75,6 %
AdobeRGB-73,4 %73,2 %
Philips 24B2G5301 Werk sRGB
sRGB-Farbraumabdeckung des Philips 24B2G5301 bei Werkseinstellungen: 95 %

Die Farbraumabdeckung haben wir üblicherweise mit unserem Calibrite ColorChecker Display Plus zusammen mit Calman for Business gemessen. Hier erreicht der Philips 24B2G5301 bei Werkseinstellungen im sRGB-Farbraum eine Abdeckung von 95 %, was ein solider Wert für einen Business-Monitor ist. Für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Internetrecherche sind 95 % sRGB mehr als ausreichend. Für farbkritische Arbeiten wie Bildbearbeitung oder Druckvorstufe ist der Philips allerdings nicht die richtige Wahl.

Philips 24B2G5301 Werk P3
DCI-P3-Farbraumabdeckung: 76,2 % (Werk)
Philips 24B2G5301 AdobeRGB Werk
AdobeRGB-Farbraumabdeckung: 73,4 % (Werk)

Im DCI-P3-Farbraum konnten wir von Werk aus eine Abdeckung von 76,2 % und im AdobeRGB-Farbraum eine Abdeckung von 73,4 % messen. Diese Werte sind für einen Office-Monitor in dieser Preisklasse erwartungsgemäß und kein wirklicher Kritikpunkt.

Nach der Kalibrierung auf 120 cd/m² verschlechtern sich die Werte minimal. Die sRGB-Abdeckung sinkt leicht auf 94,7 %, DCI-P3 auf 75,6 % und AdobeRGB auf 73,2 %. Die Farbdarstellung des Philips ist also ab Werk bereits relativ nah am Optimum für das verbaute IPS-Panel.

Philips 24B2G5301 sRGB nach Kal
sRGB-Farbraumabdeckung nach Kalibrierung auf 120 cd/m²: 94,7 %
Philips 24B2G5301 P3 nach Kal
DCI-P3-Farbraumabdeckung nach Kalibrierung: 75,6 %
Philips 24B2G5301 AdobeRGB nach Kal
AdobeRGB-Farbraumabdeckung nach Kalibrierung: 73,2 %

 

Local Dimming

Der Philips 24B2G5301 verfügt über kein Local Dimming. Local Dimming ist primär für HDR-Inhalte relevant, die dieser Monitor ohnehin nicht unterstützt und ehrlicherweise für die designierten Verwendungszwecke nicht benötigt.

 

Peak-HDR-Helligkeit

Der Philips 24B2G5301 unterstützt kein HDR, da es sich um einen Office-Monitor handelt, der primär für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Videokonferenzen konzipiert ist. Also ist dies auch kein Nachteil.

 

Lautsprecher

Im Monitor selbst sind 2x 3 Watt Lautsprecher integriert. Die Klangqualität dieser ist unserer Meinung nach erwartungsgemäß nicht besonders gut. Für den Alltags- und Office-Gebrauch, kurze YouTube-Videos und Videokonferenzen sind die Lautsprecher aber mehr als ausreichend. Für Musik oder ein schönes Filmerlebnis empfehlen wir externe Lautsprecher oder ein Headset, welches sich dank des integrierten Headset-Halters praktischerweise am Monitor aufbewahren lässt.

 

OSD und Bedienung

Die Bedienung des Philips 24B2G5301 erfolgt über fünf Tasten an der Vorderseite des Displayrahmens, rechts unten. Im Vergleich zu einem Joystick, wie ihn MSI oder LG bei ihren Monitoren einsetzen, ist die Steuerung über Tasten grundsätzlich mühsamer. Allerdings hat Philips die Tasten an der Vorderseite platziert und nicht an der Unterseite oder Rückseite, wodurch die Bedienung deutlich angenehmer ausfällt als bei vielen anderen Office-Monitoren dieser Preisklasse.

Überraschend waren die vielen Optionen im OSD selbst, was sehr positiv aufgefallen ist. Neben den üblichen Bild-Anpassungen wie Helligkeit, Kontrast oder Farbtemperatur findet man hier auch den PowerSensor, LightSensor, PIP/PBP-Einstellungen, USB-C-Konfiguration mit KVM-Switch und verschiedene SmartImage-Presets. Auch die Möglichkeit, über einen Quick-Select-Button schnell die Lautstärke zu regeln, ist eine durchdachte Ergänzung.

Zwar ist die Vielfalt an Optionen im OSD des Philips 24B2G5301 grundsätzlich positiv, dennoch erfordert das Navigieren durch die verschiedenen Einstellungsebenen im OSD durch die Tasten etwas Eingewöhnung.

 

Anschlüsse und Schnittstellen

Philips 24B2G5301 Anschlüsse

  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x USB-C (DP Alt Mode + 100W Power Delivery)
  • 1x VGA (analog)
  • 1x RJ45 (LAN)
  • 1x DisplayPort Out (Daisy Chain)
  • 4x USB-A 3.2
  • 1x USB-B 3.2
  • 1x 3,5 mm Klinke (Audio Out)
  • 1x Netzanschluss (intern)

Das größte Argument für den Philips 24B2G5301 ist definitiv die Anschluss-Vielfalt. Mit USB-C (100W Power Delivery), RJ45-LAN, DisplayPort Out für Daisy Chaining und vier USB-A-Ports fungiert der Monitor als vollwertige Dockingstation. Ein Laptop wird über ein einziges USB-C-Kabel mit dem Monitor verbunden und erhält gleichzeitig Videosignal, Strom, Netzwerkzugang sowie USB-Peripheriegeräte. Im Vergleich dazu bietet der ebenfalls von uns getestete EIZO FlexScan EV2410R keine USB-C-Dockingstation und keinen RJ45-Anschluss.

Zwar wirkt der verbaute VGA-Anschluss etwas altmodisch, ist aber in vielen Büroumgebungen mit älteren Rechnern noch ein praktischer Kompatibilitätsbonus.

 

Preishistorie und Verfügbarkeit

 

Fazit

Philips hat mit dem 24B2G5301 einen grundsoliden Office-Monitor auf den Markt gebracht. Allerdings hat dieser klare Vor- und Nachteile, die je nach Nutzer die Kaufentscheidung unterschiedlich beeinflussen

USB-C mit 100W Power Delivery, integrierter RJ45-LAN-Anschluss, Smart KVM-Switch und vier USB-A-Ports machen ihn zu einer vollwertigen Dockingstation, die in dieser Preisklasse von rund 190 Euro ihresgleichen sucht. Somit kann man seinen Laptop mit einem einzigen USB-C-Kabel mit dem Philips 24B2G5301 verbinden und man ist direkt einsatzbereit. Auch die zahlreichen Energiesparfeatures sowie das Nachhaltigkeitskonzept bezogen auf Verpackung und Baumaterialien haben authentisch überzeugt.

Im Datenblatt hat der Hersteller eine sehr hohe Kontrastrate von 1.500:1 angegeben, testen konnten wir jedoch nur einen schlechteren Wert von 1.179:1, was für einen Office-Monitor eigentlich ziemlich gut ist, trotzdem müssen wir die Diskrepanz der beiden Werte erwähnen. Die sRGB-Farbraumabdeckung des Panels liegt bei 95 % und ist somit nicht schlecht und reicht für normale Büroarbeit vollkommen aus. Für Bildbearbeitung oder besonders farbkritische Arbeiten ist der Philips 24B2G5301 dennoch nicht geeignet. Zwar haben wir in unserem Testbericht ebenfalls den hohen Input Lag (60Hz) von 34,2 ms kritisiert, dennoch ist dieser zugegebenermaßen für die meisten Office-Anwender vollkommen irrelevant und wird in der Praxis nicht bemerkbar sein.

Wer eine günstige USB-C-Dockingstation mit Office-Monitor sucht, bekommt mit dem Philips 24B2G5301 ein sehr gutes Gesamtpaket. Wer jedoch primär Wert auf Bildqualität legt, muss in dieser Preisklasse Kompromisse eingehen oder mehr Budget einplanen. Wir vergeben die Endnote „gut (2,3)“.

 

Changelog

  • 03.09.2026: Kontrastmessung nach erneuter Prüfung mit vollständiger Warmlaufzeit (1 Stunde) und Reset auf Werkseinstellungen korrigiert. Neuer Messwert: 1.179:1 (zuvor 870:1). Bewertung der Kontrastrate von „noch befriedigend“ zu „gut“; Gesamtpunktzahl von 7.0/10 auf 7.1/10; Gesamtbewertung bleibt unverändert bei „gut (2,3)“. Einpflegung von Screenshot der Kontrastrate-Messung von Calman.
  • 03.09.2026: Die Farbraumabdeckung wurde ebenfalls erneut geprüft, hierbei blieb das Ergebnis jedoch unverändert.

 

 

Hinweis: Der Philips 24B2G5301 wurde uns freundlicherweise vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt. Hierbei fand selbstverständlich keine Einflussnahme o. Ä. des Herstellers auf den Testbericht statt. Mehr dazu

Transparenz: Bei den mit einem „Werbung“ oder Pfeil (») markierten Links handelt es sich um Werbelinks. Beim Kauf über einen dieser Links, erhalten wir eine kleine Provision vom Händler. Der Kaufpreis bleibt hierbei unverändert. Unsere redaktionellen Inhalte und die Bewertungen der getesteten Monitore erfolgen unabhängig und ohne Einfluss von Werbepartnern oder Vergütungen. Mehr erfahren
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Bewertung

Design und Verarbeitung
7.5
Ergonomie
8.5
Ausstattung (Lieferumfang, Funktionen, Anschlüsse)
9.5
Kontrast
7
Helligkeit
6
Blickwinkelstabilität
9
Skalierung
8
Bildhomogenität und Ausleuchtung
7
Farbraumvolumen (sRGB)
7.5
Farbraum nach Kalibration (sRGB)
6
Bedienung und OSD
7
Geeignet für Videowiedergabe/Multimedia
6
Geeignet für Büro/Office-Anwender
9
Geeignet für gelegentliche und enthusiastische Gamer
4.5
Geeignet für Pro-Gamer (E-Sport)
2.5
Subjektiver Gesamteindruck
7
Preis-Leistung
8
Andreas Jäger
Andreas Jäger
Andreas ist Gründer von BILDSCHIRM.DE® und spezialisiert sich seit 2018 auf das Testen von Monitoren und Displays. In unserem Testlabor prüft er Geräte mit professionellem Equipment und erstellt detailliertes Bild- und Videomaterial. Objektivität und Transparenz haben für ihn oberste Priorität – Werte, die er durch ein genormtes Bewertungssystem bei jedem Test sicherstellt.

Aktuelle Tests

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Mit dem Philips 24B2G5301 richtet sich der niederländische Hersteller primär an umweltbewusste Büroanwender, welche eine kompakte USB-C-Dockingstation mit Laptop-Aufladung, LAN-Anschluss und KVM-Switch in einem 24-Zoll-Monitor suchen. Philips setzt bei diesem Modell stark auf das Thema Nachhaltigkeit: 85 % recycelter Kunststoff, Verpackung aus FSC-zertifiziertem Karton und...Philips 24B2G5301 im Test – Günstiger Office-Monitor mit Docking