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5K-Monitor – diese Modelle gibt es aktuell

Wer sich auf die Suche nach einem neuen Monitor begibt, muss sich früher oder später mit der Auflösung auseinandersetzen.

Neben den gängigen Modellen, die 1080p oder 4K bieten, gibt es mittlerweile auch einige wenige Geräte, die in 5K-Auflösung daherkommen.

Hier verteilen sich 5.120 x 2.880 Pixel (insgesamt 14.745.600 Pixel) über die gesamte Bildschirmfläche. Führt man sich vor Augen, dass ein 4K-Monitor gerade einmal 8,3 Millionen Pixel bietet, wird der gigantische Unterschied deutlich.

Doch lohnt sich der Kauf eines 5K-Monitors überhaupt? Und was muss man beachten, um auch wirklich von der hohen Auflösung profitieren zu können?

Wir beleuchten dies im folgenden Artikel und wollen dabei auch einen Blick auf drei aktuell verfügbare 5K-Monitore werfen.

 

Was bedeutet 5K-Auflösung?

Die Entstehung des Begriffs 5K lässt sich an der Pixelanzahl ablesen. So befinden sich auf der längeren Seite des Bildschirms beim klassischen 16:9 Verhältnis insgesamt 5.120 Pixel.

Diese wurden bei der Namensgebung kurzerhand auf 5.000 (5K) heruntergebrochen. Eine 5K-Auflösung lässt sich aber auch bei Monitoren finden, die kein 16:9 Seitenverhältnis aufweisen.

5K Monitor - Grafik von 5K-Auflösung im Vergleich zu anderen Formaten
Grafik: 5K vs. 4K/UHD vs. Full-HD © Bildschirm.de

Bei diesen handelt es sich dann aber streng genommen um kein „echtes“ 5K. Eine einfache Rechnung macht deutlich, warum.

Modelle mit einem Seitenverhältnis von 21:9 beispielsweise bieten bei 5.120 x 2.160 Pixeln nämlich fast vier Millionen Pixel weniger als „echtes“ 5K. Deshalb spricht man bei diesen auch von einer WUHD- oder 5K2K-Auflösung.

 

Aktuelle Auswahl beliebter 5K-Monitore

Solltest du derzeit einen 5K-Monitor kaufen wollen, wirst du auf einen überschaubaren Markt stoßen.

Nur wenige Hersteller bieten derzeit einen Monitor mit 5K-Auflösung an, da die Nachfrage noch immer gering ist.

Wir wollen dir im Folgenden einmal drei Vertreter der Gunst mit deren Vor- und Nachteilen vorstellen.

 

Apple Studio Display

5K Monitor - Apple Studio Display

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Apple kann nicht nur iPhone, iPad und Mac. Auch im Bereich der Monitore tobt sich der Tech-Konzern aus Kalifornien mittlerweile vermehrt aus.

Dies begann mit Release des Apple Pro Display XDR, welches noch heute bei Kreativschaffenden gemeinhin als non plus ultra gilt.

Insbesondere in Sachen Auflösung und Farbgenauigkeit war und ist der 6K-Monitor für Foto- und Videografen ein echter Hochgenuss.

Etwas günstiger und mit einer 5K-Auflösung kommt das Apple Studio Display daher, welches im Frühjahr 2022 vorgestellt wurde.

Günstig ist auch der jüngst erschienene Apple-Monitor mit einer UVP ab 1599 Euro natürlich nicht. Allerdings bietet er für das Geld auch eine durchaus vorzeigbare Ausstattung.

5K Monitor - Apple Studio Display 2
Bild: Apple

Da wäre natürlich zum einen die gestochen scharfe Auflösung des 27 Zoll großen Retina Displays, welches mit 5.120 x 2.880 Pixeln echtes 5K bietet.

Bildschirminhalte werden nicht nur gestochen scharf, sondern auch erfreulich hell wiedergegeben. So bietet der hochwertig verarbeitete Monitor 600 cd/m².

Dank seiner hohen Blickwinkelstabilität, die aus der Verwendung eines LCD-IPS-Panels resultiert, eignet er sich auch bestens, um mit mehreren Personen an ihm zu arbeiten.

Sollten die Meetings dann doch remote stattfinden, ist das Apple Studio Display mit seiner 12 MP Ultraweitwinkelkamera, den sechs Lautsprechern und drei integrierten Mikrofonen für Videokonferenzen bestens gewappnet.

Apple Studio Display 5K-Mmonitor
Bild: Apple

Doch ein wenig Meckern muss man dann doch. So bietet das Apple Studio Display trotz seines hohen Preises nur eine Bildwiederholfrequenz von maximal 60 Hz. Das kann bei schnellen Bewegtbildern zu störenden Verzerrungen führen.

Weiterhin mangelt es dem Monitor durch sein fest verbautes Stromkabel an Flexibilität. Neben dem hohen Preis dürfte vielen auch der eindeutige Fokus des Monitors auf Apple-User ein Dorn im Auge sein.

So wurde das Apple Studio Display nicht ohne Grund zeitgleich mit Apples Mini-PC Mac Studio vorgestellt. Wer sich mit diesen Negativpunkten arrangieren kann, bekommt mit dem Apple Studio Display eine echte Bereicherung für den Schreibtisch geboten.

 

Vorteile:

  • hohe Verarbeitungsqualität
  • hohe Bildschirmhelligkeit
  • stabile Blickwinkel
  • integrierte Lautsprecher mit guter Klangqualität
  • integriertes Mikrofon

 

Nachteile:

  • Bildwiederholrate nur 60 Hz
  • Stromkabel kann nicht abgesteckt werden
  • hoher Preis
  • für Windows-User eher ungeeignet
  • Ergonomie-Features nur bei separatem Kauf des Monitorfußes

 

 

LG UltraFine 5K

LG UltraFine 5K - 5K-Monitor

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Bevor Apple sich dazu durchrang, selbst Monitore zu fertigen, bekam das Unternehmen Unterstützung von LG.

Die Südkoreaner fertigten beispielsweise mit dem LG UltraFine 5K einen 5K-Monitor, der zwar das LG-Label trug, aber als maßgeschneiderter Apple-Monitor beworben wurde und wird.

Dieser kommt zwar unauffälliger daher als das Apple Studio Display, dafür kostet er mit einer UVP von 1.399 Euro aber auch deutlich weniger. Wichtiger als die Optik ist aber natürlich die Technik.

Und hier stellt man viele Gemeinsamkeiten fest. So bieten beide Monitore mit 5.120 x 2.880 nicht nur „echtes“ 5K, sondern kommen obendrein in 27 Zoll und mit einem LCD-IPS-Panel daher.

LG UltraFine 5K
Bild: LG

Bei der Helligkeit bietet der LG UltraFine 5K mit 500 cd/m² ebenfalls gute Werte. Diese können aber nicht mit dem Studio Display mithalten. Beim Nutzerkomfort hat LG dann aber deutlich die Nase vorn.

Während man bei Apple Features wie Vesa-Mount oder einen höhenverstellbaren Fuß gegen Aufpreis kaufen muss, verfügt der UltraFine 5K bereits ab Werk über diese Ausstattung.

Dank der beiden integrierten Lautsprecher, einem Mikrofon und einer in 1.080p auflösenden Webcam kannst du auch mit diesem 5K-Monitor bestens Videokonferenzen abhalten.

Wer sich 350 Euro sparen möchte und auf das hochwertige Aluminiumgehäuse des Studio Display verzichten kann, bekommt mit dem LG UltraFine 5K eine tolle Alternative geboten.

 

Vorteile:

  • gute Bildschirmhelligkeit
  • stabile Blickwinkel
  • integrierte Lautsprecher, Mikrofon und Webcam

 

Nachteile:

  • nur 60 Hz Bildwiederholrate
  • Kunststoffgehäuse wirkt etwas billig
  • Webcam mit nur befriedigender Bildqualität

 

 

LG 34WK95U-W

LG 34WK95U-W - 5K Monitor

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Streng genommen handelt es sich beim LG34WK95U-W eigentlich um keinen Monitor mit „echter“ 5K-Auflösung. Durch sein 21:9 Seitenverhältnis bietet er nämlich „nur“ 5.120 x 2.160 Pixel und damit eine 5K2K-Auflösung.

Den Unterschied wirst du als Normalsterblicher aber kaum erkennen. Schließlich bietet auch der Widescreen-Monitor in unserem Dreiergespann eine richtig tolle Bildqualität. Und das auch noch auf gigantischen 34 Zoll.

Sowohl das Seitenverhältnis als auch die Bildschirmgröße sind es auch, die das Verkaufsargument Nummer Eins für den schicken Monitor sein dürften. So bietet er sich als perfekter Monitor für Multitasking an.

LG 34WK95U-W - 5K-Monitor Ultrawide
Bild: LG

Das Nano-IPS-Panel sorgt dank seiner Blickwinkelstabilität dabei dafür, dass du auch mit deinen Kollegen auf ein aus allen Winkeln gut erkennbares Bild blicken kannst. Da sich der Monitor nur in Höhe und Neigung verstellen lässt, ist dies aber auch vonnöten.

Auch beim LG34WK95U-W wird klar, dass Medienschaffende vor allem im Apple-Kosmos zuhause sind. So setzt LG auf einen schicken Standfuß aus Metall, der bestens mit der Hardware des kalifornischen Tech-Konzerns harmoniert.

Anders als beim Apple Studio Display und LG UltraFine 5K bekommst du hier aber leider weder eine integrierte Webcam, noch ein Mikrofon spendiert. Dank der beiden integrierten Lautsprecher kannst du dir aber wenigstens separate Boxen sparen.

Wer den LG 34WK95U-W mit seiner Kombination aus DisplayHDR600 und 5K2K-Auflösung auf dem Schreibtisch stehen hat, könnte sich schnell verlieben.

Der Preis von derzeit knapp 1.000 Euro lässt einen dann auch schnell vergessen, dass hier Webcam und Mikrofon fehlen. Für Widescreen-Fans, die ins 5K-Universum aufbrechen wollen, bestens geeignet!

 

Vorteile:

  • grandiose Bildqualität
  • Kombination aus 21:9 und 5K
  • perfekt geeignet für Multitasking
  • tolle Ausleuchtung
  • zwei integrierte Lautsprecher

 

Nachteile:

  • nur Neigung und Höhe verstellbar
  • keine Webcam und kein Mikrofon
  • kein echtes 5K

 

 

Welches Kabel für 5K-Monitor?

Da die 5K-Auflösung noch nicht in der breiten Masse angekommen ist, ist der Anschluss entsprechender Geräte auch gar nicht so einfach. Eine 5K-Auflösung bei 60 Hz ist beispielsweise mit aktuellem DisplayPort 1.4 möglich.

In der Theorie ist 5K mit bis zu 120 Hz auch über HDMI 2.1 machbar. Allerdings mangelt es derzeit an Monitoren mit dem aktuellen HDMI-Standard.

Am zuverlässigsten ist derzeit noch Thunderbolt 3. Der neue Standard ermöglicht es, Inhalte mit 5K-Auflösung bei 60 Hz zu übertragen.

Folglich solltest du immer darauf achten, dass dein Quellgerät auch über einen passenden Ausgang verfügt. Ansonsten kannst du dir den Kauf eines 5K-Monitors sparen.

 

Lohnt sich ein 5K-Monitor?

Zum Schluss stellt sich natürlich die Frage, ob ein 5K-Monitor überhaupt sinnvoll ist. Dabei musst du wissen, wofür du ihn einsetzen möchtest.

Solltest du Kreativschaffender sein, der regelmäßig mit Photoshop und Co. arbeitet, kann eine derart hohe Auflösung sinnvoll sein. Gamer hingegen sollten die Finger davon lassen.

Schließlich bedeutet 5K derzeit auch deutliche Kompromisse bei der Bildwiederholrate. Ein Großteil der Monitore bietet mit 60 Hz einen nicht zeitgemäßen Wert.

 

Weiterführend:

 

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Jens Scharfenberg
Jens Scharfenberg
Schreibt seit 2022 für Bildschirm.de und interessiert sich schon immer für Games und Technik. Insbesondere auf die Wahl des richtigen Monitors und Fernsehers hat er seit seinem ersten Röhrenfernseher von Phillips immer großen Wert gelegt. Egal ob Gaming-Rechner, PS5 oder ein entspannter Heimkinoabend inklusive UHD-Bluray - der passende Bildschirm muss einfach sein!

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