StartMonitoreWas ist HDMI 2.1? – alles was du wissen musst

Was ist HDMI 2.1? – alles was du wissen musst

In den letzten Jahren sind Auflösung, Bildwiederholrate und Kontrast bei Fernsehern und Monitoren in die Höhe geschnellt.

Um die Bildqualität zu verbessern, benötigt man aber auch entsprechend größere Datenmengen, die vom Quellgerät an den Bildschirm geschickt werden. Möglich wird dies nur durch die Überarbeitung der Anschlüsse.

Am bedeutsamsten ist hier das sogenannte High Definition Multimedia Interface (HDMI). Über diesen Kombianschluss werden sowohl Ton als auch Bild übertragen.

Die aktuellste Version des Standards ist HDMI 2.1. Doch welche Vorteile bringt diese mit sich und was gilt es hier zu beachten? Diese und weitere Fragen wollen wir im Folgenden beantworten.

 

HDMI 2.1: Unterschiede zu HDMI 1.4 und 2.0

Mit HDMI 2.1 holt man sich einige moderne Features ins Haus. Möglich wird dies durch die größeren Datenmengen, die von A nach B geschickt werden.

HDMI 2.1 - Unterschiede zu den Vorgänger-Versionen HDMI 2.0 und HDMI 1.4

Neben einer höheren Auflösung bis zu 8K erreicht man dadurch auch eine höhere Bildwiederholrate.

Doch auch beim Klang tut sich einiges. Schließlich können über HDMI 2.1 mehr Audiokanäle versendet werden. Was sich im Einzelnen getan hat, macht ein Blick auf die Leistung der alten Versionen deutlich.

So war bei HDMI 1.4 bei einer sehr guten 4K-Auflösung Schluss. Allerdings musste man sich dann auch mit langsamen 30 Hz zufrieden geben.

Wer eine Bildwiederholrate von 60 Hz haben wollte, bekam lediglich 1.980 x 1.080 Pixel (Full HD) geboten. HDMI-ARC sowie Surround-Sound waren ebenfalls möglich.

 

HDMI 2.1 übertrifft die vorherigen Versionen deutlich

Mit HDMI 2.0 wuchsen auch die Möglichkeiten. Hier gab es stolze 120 Hz bei Full HD Auflösung. Eine 4K Auflösung gab es bei bis zu 60 Hz. Sein Debüt feierte hier die High Dynamic Range (HDR).

Ebenfalls gab es mit 3D-Sound neue Audioformate. HDMI-ARC wurde außerdem durch eARC ergänzt. Diese Features sorgen dafür, dass man derzeit bereits sehr gut mit einem HDMI 2.0 Port bedient ist.

Mit HDMI 2.1 geht es aber noch einen Schritt weiter. Hier kann man 4K Inhalte mit bis zu 120 Hz genießen. Und selbst 8K ist bei bis zu 60 Hz möglich. Eine weitere spannende Neuerung ist die variable Bildwiederholrate (VRR).

Weiterhin gibt es mit HDMI 2.1 den Auto Low Latency Mode (ALLM), der vor allem für Gamer wichtig ist.

Hier wird nämlich der Input-Lag verbessert. Insbesondere von der hohen Auflösung von 8K profitiert man bislang mangels passender Quellen nur in absoluten Ausnahmefällen.

 

HDMI 2.1: Endlich 120 Hz bei 4K/UHD

Anders sieht es bei der hohen Bildwiederholrate aus. Wer einmal in 4K bei 120 Hz gezockt hat, möchte von den schnellen Bewegtbildern ohne jegliche Verzerrungen so schnell nicht mehr weg.

Wer hingegen weder PS5 oder Xbox Series X, noch einen passenden Gaming-Rechner sein eigen nennt, hat von HDMI 2.1 bislang noch herzlich wenig.

Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis sich 8K als neue Standardauflösung etablieren wird. Wer sich ein TV-Gerät mit HDMI 2.1 kauft, hat übrigens nicht die Garantie, dass auch alle Features an Bord sein müssen.

Vielmehr sind mit dem neuen Standard neue Möglichkeiten gegeben, die nicht allesamt umgesetzt werden müssen. Ob dein Fernseher diese beherrscht, solltest du also stets dem Datenblatt entnehmen. So entgehst du bösen Überraschungen.

 

HDMI 2.1: Ein Blick auf die technischen Daten!

Damit du auch wirklich Freude an einem neuen Gerät mit HDMI 2.1 hast, solltest du dich mit den technischen Details auseinandersetzen.

Welche Features dein TV oder Monitor bietet, entnimmst du den technischen Details.

Was diese im Einzelnen bedeuten und was unserer Meinung nach ein Muss ist, kannst du im Folgenden lesen. Dabei gehen wir auf den Mehrwert in unterschiedlichen Disziplinen ein.

 

Tonqualität

Zu den Funktionen, die mit HDMI 2.1 möglich sind, gehört auch der enhanced Audio Return Channel (eARC).

Dieser ist vor allem für Nutzer eines hochwertigen Heimkinosounds jenseits vom klassischen 5.1-Lautsprechersystem wichtig.

HDMI 2.1 unterstützt Dolby Atmos
Bild: Dolby

Schließlich unterstützt der neue Standard auch hochwertigere Klangformate wie beispielsweise Dolby Atmos oder DTS Master Audio.

Hier können auch Signale für 7.1-Lautsprechersysteme verarbeitet bzw. gesendet werden.

 

Bildqualität

Mit HDMI 2.1 hast du beim klassischen Streaming per Netflix oder dem Abspielen einer 4K-BluRay keine wirklichen Vorteile.

Dies liegt nicht daran, dass HDMI 2.1 nicht besser ist als seine Vorgänger. Ganz im Gegenteil. Mit bis zu 8K-Auflösung ist das Bild bis zu viermal schärfer als das schärfste Bild, welches HDMI 2.0 ermöglicht.

Vielmehr kann man mitunter das Gefühl bekommen, dass die Welt noch nicht bereit ist für 8K. Zumindest werden derzeit kaum bis gar keine Filme in 8K produziert. Folglich profitierst du mangels verfügbarer Medien nicht von 8K.

Doch warum ist das so? Dies liegt daran, dass sich 55 bis 65 Zoll langsam aber sicher als feste TV-Größe in unseren Wohnzimmern etabliert.

Und bei dieser Bildschirmgröße lassen sich für Laien nur schwerlich deutliche Unterschiede zwischen 4K und 8K ausmachen.

Erst bei größeren Bilddiagonalen ist das der Fall. Anders sieht es bei HDR aus. Mit Dolby Vision und HDR10+ bekommst du zwei Standards, die nur HDMI 2.1 vorbehalten sind. Diese kommen immer häufiger zum Einsatz.

 

HDMI 2.1 und Gaming

Wer gerne und viel an PlayStation 5, Xbox Series X oder einem aktuellen Gaming-PC zockt, sollte sich nach Möglichkeit um ein PS5-Monitor mit HDMI 2.1 bemühen.

Dies liegt daran, dass du mit dem aktuellen Standard eine deutlich bessere Gaming-Performance erzielst.

Dafür sorgt vor allem die Tatsache, dass du mit 4K gestochen scharfes Bild erleben kannst und dabei bis zu 120 Bilder pro Sekunde geboten bekommst.

Das zahlt sich vor allem bei schnellen Spielen aus dem Shooter-Genre aus, bei dem es auf jeden Sekundenbruchteil ankommt.

HDMI 2.1 Gaming mit Playstation 5 und Xbox Series X
Foto: Bildschirm.de

Anders als im Streaming- oder Heimkinobereich bekommen Gamer mit aktueller Hardware auch die richtigen Eingangsquellen geboten.

Die mittlerweile Current-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft schicken nämlich das passende Signal an deinen Bildschirm weiter.

Neben dem scharfen und schnellen Bild, bekommst du vor allem eine rasend schnelle Reaktionszeit geboten.

Zumindest dann, wenn dein Bildschirm ALLM bietet. Hier schickt deine Konsole oder dein PC wichtige Informationen an TV oder Monitor anhand derer dieser die optimalen Einstellungen vollautomatisch vornimmt.

Das resultiert in einer möglichst geringen Verzögerung zwischen Tasteneingabe und entsprechender Bildschirminteraktion. In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt die variable Bildwiederholrate (VRR).

Diese versucht, schnelle Bewegtbilder mit bestmöglicher Stabilität in Einklang zu bringen. Wie der Name bereits verrät, kann der TV selbst bestimmen, in welcher Bildwiederholrate das Bild an ihn geschickt wird.

HDMI 2.1 Gaming mit PS5
Foto: Bildschirm.de

Dafür interagiert er gewissermaßen mit der Grafikkarte von Playstation, Xbox oder PC. Kommt es zu einer actionlastigen Szene, die eine Herausforderung für die Grafikkarte darstellt, schraubt der TV dann beispielsweise automatisch die Bildwiederholrate herunter. Das fällt in der Praxis häufig kaum negativ auf.

Der große Vorteil daran ist, dass es nicht zu Ruckeln kommt, da die Grafikkarte in den richtigen Momenten entlastet wird. Ist die grafikhungrige Szene wieder vorbei, schraubt der TV die Hertzzahl wieder hoch.

Bei einer konstanten Bildwiederholrate wären Probleme wie Screen Tearing oder ruckelige Bilder in solchen Fällen hingegen unvermeidbar. Es sei denn, man entscheidet sich vorbeugend für eine dauerhafte niedrige Bildwiederholrate. Aber wer möchte das schon?

 

Welche Voraussetzungen müssen für HDMI 2.1 erfüllt sein?

Du hast dir einen Monitor oder einen Fernseher mit HDMI 2.1 gegönnt? Dann ist leider nur die halbe Arbeit erledigt.

Schließlich müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein, damit du auch wirklich von dem neuen Standard profitieren kannst. Da wäre zum einen das Quellgerät. Dein AV-Receiver, Receiver, Spielekonsole, PC oder Soundbar sollten HDMI 2.1 unterstützen.

Andernfalls wird nicht das passende Signal an den Bildschirm weitergereicht. Weiterhin musst du eine passende Verbindung herstellen. Und hier kommt schnell die Frage auf, ob man seine alten HDMI-Kabel überhaupt noch mit dem neuen Standard nutzen kann.

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Auch, wenn spezielle HDMI-2.1-Kabel verkauft werden, unterscheidet sich deren Technik grundsätzlich nicht von den alten HDMI 1.4 oder 2.0 Modellen.

Folglich bekommst du hier in Sachen Sound und Bild die gleiche Qualität geboten. Worauf du allerdings achten solltest ist, dass dein Kabel bereits den Schriftzug „HDMI Ultra High Speed with Ethernet“ trägt. D

iese genügen in der Regel den Anforderungen, die an nagelneue HDMI 2.1 Kabel gestellt werden.

Insbesondere die großen Datenmengen, welche vom Kabel gestemmt werden müssen, sind für nicht allzu alte HDMI-Kabel kein Problem.

So schaffen Kabel mit besagtem Schriftzug ohne Probleme eine 4K-Auflösung selbst bei 120 Bildern pro Sekunde.

Umgekehrt ist übrigens das Label „HDMI 2.1“ auf einem Kabel kein Garant für gute Qualität. Hier sollte man sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern eher auf Nummer sicher gehen.

 

Die Zukunft ist 8K (vielleicht aber auch nicht)

Dass uns HDMI 2.1 noch lange Zeit erhalten bleiben wird, macht die Unterstützung von gestochen scharfem 8K deutlich.

Schließlich gelang damit ein Sprung in ganz neue Sphären, wenn es um Auflösung geht.

Allerdings spielt die gigantische Auflösung, die viermal so scharfe Bilder liefert wie 4K, derzeit noch keine große Rolle.

HDMI 2.1 8K Fernseher CES 2023
Bild: digitaltrends.com

Die passenden TVs und Monitore kann man sich allerdings schon kaufen. Wirklich realistisch erscheint der Kauf eines solchen Gerätes derzeit aber noch nicht. Schließlich fehlt es schlichtweg an passenden Quellen.

Als Investition in die Zukunft sollte man einen entsprechenden Kauf also nur dann sehen, wenn Geld sowieso keine Rolle spielt.

Schließlich sind entsprechende Fernseher sündhaft teuer. Hier solltest du eher geduldig sein und abwarten, bis sich 8K als neuer Standard durchsetzt.

Im Kontrast dazu wurden auf der CES 2023 kaum neue 8K-Fernseher vorgestellt, laut Winfuture wurden sie sogar schon „aufs Abstellgleis geschoben“.

 

Fazit: Wie wichtig ist HDMI 2.1?

Der Release von PlayStation 5 und Xbox Series X haben den Standard HDMI 2.1 ins Scheinwerferlicht gerückt.

Und das auch völlig zu Recht. Schließlich bietet die Version insbesondere für Gamer spannende Features wie ALLM, VRR und 4K-Auflösung bei 120 Hz.

Doch abseits der Gaming-Branche halten sich die Vorteile von HDMI 2.1 derzeit noch in Grenzen.

Schließlich bietet HDMI 2.0 bereits Alles, um moderne Signale von Netflix und Co. sowie dem heimischen 4K-BluRay-Player verarbeiten zu können.

Hier wird man wohl warten müssen, bis 8K Salonreife erlangt. Bis dahin können Nicht-Gamer noch getrost ihren Bildschirm mit HDMI 2.0 oder gar HDMI 1.4 nutzen.

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Jens Scharfenberg
Jens Scharfenberg
Schreibt seit 2022 für Bildschirm.de und interessiert sich schon immer für Games und Technik. Insbesondere auf die Wahl des richtigen Monitors und Fernsehers hat er seit seinem ersten Röhrenfernseher von Phillips immer großen Wert gelegt. Egal ob Gaming-Rechner, PS5 oder ein entspannter Heimkinoabend inklusive UHD-Bluray - der passende Bildschirm muss einfach sein!

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